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	<title>Interview mit Kazuhiko Torishima von 2007 - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-10-17T05:29:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Der Bratpfannenberg</subtitle>
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		<id>http://bratpfannenberg.com/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Kazuhiko_Torishima_von_2007&amp;diff=1797&amp;oldid=prev</id>
		<title>Matt am 30. Januar 2014 um 23:55 Uhr</title>
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		<updated>2014-01-30T23:55:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Interview mit Kazuhiko Torishima von 2007}}{{Blogpost Header}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tokyopop hat vor gut sechs Jahren in seinem [http://www.comicforum.de/showthread.php?124789-Interview-Torishima-san-%28Shonen-Jump-Flyer%29 offiziellen Forum] ein Interview mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kazuhiko Torishima&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, dem ehemaligen Redakteur von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Akira Toriyama&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, von der Frankfurter Buchmesse 2007 (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;10. - 14. Oktober 2007&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) gepostet. Es ist zwar nicht ganz so ausführlich wie der [https://bratpfannenberg.com/2014/01/kazuhiko-torishima-uber-die-arbeit-mit.html etwas ältere Artikel aus der BANZAI!], aber dennoch sehr lesenswert:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Team Tokyopop: Sie sind einer der bekanntesten Redakteure Japans. Wollten Sie diesen Beruf schon immer ausüben?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Torishima (grinst verschmitzt):  Das ist eine  lustige Geschichte, da ich nicht sagen kann »Ja klar, es war schon immer  mein Wunsch«. Ich habe nach dem Studium überlegt, was ich überhaupt  machen möchte, und dann eine Liste von den Dingen erstellt, die ich  besser kann als andere.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Team Tokyopop (verwirrt): Sie haben was getan?! Klingt ganz schön arrogant.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Torishima (lacht): Ja, stimmt. Ich musste nach  einigem Nachdenken auch alle Punkte bis auf einen wieder streichen. Zum  Schluss war ich mir nur sicher, dass ich definitiv mehr Bücher gelesen  hatte, als andere Menschen meines Alters. Da konnte ich ja nur noch  Schriftsteller oder Redakteur werden …&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Team Tokyopop: … und sind Redakteur geworden?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Torishima: Ja, Schriftsteller kam nicht in  Frage, da sich dieser Berufsstand über Gott und die Welt und viele  unangenehme Dinge den Kopf zerbrechen muss. Ich hingegen vergesse alles  nach drei Tagen wieder …&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Team Tokyopop: Jetzt kann man als interessierter junger Mensch aber  sicher nicht einfach bei einem Verlag anklopfen und um einen Job bitten.  Wann und wie sind Sie zu Shueisha und dem Shonen Jump Magazin gekommen?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Torishima: Ich habe mich ganz einfach auf eine  Stelle als Redakteur beworben und musste verschiedene Tests wie  Allgemeinwissensfragen und Interviews durchlaufen. Zum Schluss gab es  eine Schreibprüfung, in der ich aus den Worten »Jeans«, »Gene« und dem  Namen einer bekannten japanischen Königin des Altertums eine Geschichte  machen musste. Die war wohl so witzig, dass ich von anderen Prüfern  darum gebeten wurde, sie zu erzählen. Von insgesamt 5.000 Bewerbern  wurden schließlich 14 Kandidaten genommen. Ich war zum Glück dabei.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Team Tokyopop: Durften Sie danach den Wunsch äußern, in welcher Redaktion Sie arbeiten wollten?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Torishima: Nein, ich bin dann für das Shonen  Jump Magazine eingeteilt worden. Eigentlich hatte ich mir damals  gewünscht, Kunstbände oder den Playboy verlegen zu dürfen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Team Tokyopop (etwas ungläubig): Den Playboy?! Wie passt das denn jetzt zusammen?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Torishima (grinst): Ganz einfach. Dort haben damals die besten Redakteure gearbeitet und die japanische Ausgabe hat einen Fortsetzungsroman.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Team Tokyopop: Dann sind Sie zum Glück für uns aber doch im Mangabereich gelandet. Wie war denn der Arbeitseinstieg?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Torishima: Äußerst merkwürdig. Bevor wir ein  Übergabegespräch hatten, ist der Autor, den ich betreuen sollte,  verschwunden … (runzelt die Stirn) … und bis heute nicht wieder  aufgetaucht. Meine erste Aufgabe bestand also darin, einen Artikel für  das Magazin zu schreiben, um den Verlust bekannt zu geben. Zum Glück ist  er nicht erst verschwunden, nachdem ich begonnen habe, mit ihm zu  arbeiten … (lacht)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Team Tokyopop (lacht): Danach wurde es aber besser, oder?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Torishima: Ja, danach habe ich sozusagen den  Blick fürs Wesentliche entwickeln können. Die Serie „Doberman Deka“ lief  damals nicht so gut, als ich sie übernommen habe. Irgendetwas fehlte  ihr, zudem war der Autor sehr schüchtern und konnte keine Frauen  zeichnen. Ich habe ihm schließlich ein Foto von einer berühmten  japanischen Sängerin gegeben und er musste dank mir eine Nacht lang  durcharbeiten, um das Gesicht des neuen Hauptcharakters, einer  Polizistin, auszutauschen. Danach wurde die Serie aber ein Erfolg und  mir wurde klar, wie interessant meine Arbeit ist und was man mit ihr  bewegen kann.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;[[Datei:Legacyimage859.avif|center|thumb|Titelseite von &amp;#039;&amp;#039;Nazo no Rain Jack&amp;#039;&amp;#039; (謎のレインジャック, 1978)]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Team Tokyopop: Eine wichtige Erkenntnis, die Sie bestimmt in Ihrem  Handeln bestärkt hat, bedenkt man, dass zu Anfang auch niemand außer  Ihnen das Potenzial von Akira Toriyama erkannt hat.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Torishima: Stimmt. Er hat damals eine Star  Wars-Parodie bei einem Wettbewerb eingereicht, die nicht sonderlich gut  war, aber meine Aufmerksamkeit erregt hat. Auch seine Geschichte »Wonder  Island« im Shonen Jump Magazin floppte; Insgesamt haben damals nur 14  Leser für ihn gestimmt, sodass in der Redaktion niemand so richtig an  ihn geglaubt hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Team Tokyopop: Bis auf Sie …&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Torishima: Ja, ich fand seinen Stil einfach  revolutionär. Er machte etwas Neues, das es so noch nie im Shonen Jump  Magazin gegeben hatte. Außerdem haben wir denselben Humor und teilen  unsere Ansichten, was gute Unterhaltung ausmacht. Deshalb arbeitete ich  mit ihm zusammen an »Dr. Slump«. Die Serie besaß laut meiner damaligen  Vorgesetzten zwar keine Pointen und war nicht wirklich logisch  aufgebaut, lebte dafür aber von Nonsens und Situationskomik. Man konnte  sich einfach nicht sattsehen an den lustigen Charakteren und ihren  Eigenheiten. Allein das kleine, perfekte Robotermädchen mit einer  Brille, super.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Team Tokyopop: Die Leser anscheinend auch nicht, da die Serie  schließlich sehr erfolgreich wurde. Das Ganze war aber auch ein hartes  Stück Arbeit, oder?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Torishima: Oh ja, es ging ja nicht nur darum,  meine Redaktion zu überzeugen, sondern auch das Beste aus dem Zeichner  herauszukitzeln. Ich habe über 500 Seiten von ihm abgelehnt. Toriyama  wollte damals partout keine Mädchen zeichnen, da das Shonen Jump Magazin  ja hauptsächlich von Jungs gelesen wurde. Ich war aber davon überzeugt,  dass es in »Dr. Slump« einen weiblichen Hauptcharakter geben müsse.  Hier lag Toriyamas verstecktes Talent. Seine weiblichen Nebencharaktere  waren einfach toll. Ich musste also tief in die Trickkiste greifen und  habe ihm einen Deal angeboten: »Du zeichnest ein Kapitel mit Mädchen und  wenn es floppt, musst du nie wieder welche zeichnen.« - Was soll ich  sagen, wir hatten Erfolg. Durch die Serie haben sogar Mädchen  angefangen, Jump zu lesen. (grinst) Trotzdem hat Toriyama darauf  bestanden, die Serie »Dr. Slump« zu nennen. Typisch …&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Team Tokyopop: Apropos typisch … Sie kommen in der Serie doch auch  vor. Einmal auf den Bonusseiten als Mr. T, dann als der verrückte  Professor und Rivale von Dr. Slump, Dr. Mashirito*. Sind Sie wirklich so  ein strenger Redakteur und Zeitgenosse?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Torishima (lacht): Naja, wir haben fast jeden  Tag diskutiert, was einen echten Bösewicht ausmacht, da ich Toriyamas  ursprünglichen Vorschlag abgelehnt hatte. Ich war der Meinung, dass es  ein Kaiser Nero sein müsse, eine Person, die Spaß am Leid anderer hat.  Ich riet ihm also, an jemand wirklich Fiesen zu denken, der ihn wirklich  nervt … Er hat dann wohl an mich gedacht und das Manuskript so spät  eingeschickt, dass ich es nicht mehr ändern konnte.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;*Anmerkung der Redaktion: lest die Silben des Namens einfach einmal rückwärts!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Team Tokyopop: Also doch eine kleine Rache?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Torishima: Ja, aber das muss ich aushalten  können, vor allem, wenn etwas so Gutes dabei herauskommt. Als guter  Redakteur darfst du einem Autoren nichts aufzwingen, musst aber sein  Potenzial erkennen und es irgendwie herauskitzeln.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Team Tokyopop: Kann man das verallgemeinern? Was macht eine gute Jump-Serie aus?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Torishima: Sie hinterlässt nach dem Lesen ein  gutes Gefühl. Ich habe mal einen Brief von einer Mutter erhalten, deren  Sohn Angst hatte, zur Schule zu gehen, und deshalb jeden Morgen »Dragon  Ball« las, bevor er ins Gebäude ging. So etwas ist eine tolle  Bestätigung für deine Arbeit. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Team Tokyopop: Was ist denn Ihr persönlicher Lieblingsmanga und warum?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Torishima: Ich mag Manga von Tetsuya Chiba und natürlich »Dr. Slump«.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Team Tokyopop: Und wer sind die coolsten  und fiesesten Jump-Helden?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Torishima: Das ist einfach. Der coolste Held  ist Son Goku aus Dragon Ball, da er so viel Potenzial und Möglichkeiten  hat. Als er und seine Freunde die Chance haben, Vegeta umzubringen,  entscheidet er sich dagegen, weil er dann keinen ebenbürtigen Gegner  mehr hätte. Der fieseste Character ist mit Sicherheit Piccolo. Er macht  den anderen zu Beginn der Serie das Leben echt zur Hölle.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Team Tokyopop: Danke für das Gespräch!&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{ServerumzugNovember2024|2014/01/interview-mit-kazuhiko-torishima-von.html}}&lt;br /&gt;
{{Zitat|ZitatDatum=2007-10-14|IstInterview=1}}[[Kategorie:Blogpost]][[Kategorie:Kazuhiko Torishima]][[Kategorie: Zitat]][[Kategorie: Interview]][[Kategorie: Manga]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Matt</name></author>
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